08.02.2016

[Rezension] Ich bin dann mal ganz anders - Jennifer Schreiner


Titel: Ich bin dann mal ganz anders
Originaltitel: ----
Autor: Jennifer Schreiner
Seitenanzahl: 358
Genre: Roman
Verlag: Pro-Talk


Inhalt
Anna ist 28, Single, ewige Studentin und wohnt noch immer zu Hause bei ihrer Mutter. Ihr Leben ist alles andere als leicht, da ihre Mutter sie ständig mit irgendwelchen wildfremden Typen verkuppeln will. Anna finde das natürlich so gar nicht toll. Zudem wird Anna auch noch ständig mit ihrer perfekten Schwester Sabine verglichen. Für Anna steht fest: sie muss ihr Leben so schnell wie möglich ändern. Kurzerhand zieht sie in eine WG, findet einen tollen Job und neue Freunde. Doch das ist noch nicht genug, denn Anna beschließt auch noch sich drei völlig neue Leben auszudenken. Ein Leben für ihre Mutter, ein zweites Leben für ihren Job und ein drittes für sich selber. Aber als Anna dann ihren Traummann kennenlernt, ist das Chaos vorprogrammiert...

Meinung
Ich durfte diesen Roman in einer Leserunde auf Lovleybooks lesen. An dieser Stelle möchte ich mich auch gleich beim Pro-Talk Verlag & bei Lovleybooks für das Buch bedanken.

Ich war relativ gespannt auf dieses Buch, da es mit den Worten "Bridget Jones für Fortgestrittene" beworben wird. Soo schlecht fand ich diesen Roman dann auch nicht, jedoch gibt es schon ein paar Schwächen.

Fangen wir mal an: ich kam nicht so leicht in die Geschichte rein. Es brauchte doch etwas an Zeit, bis ich in die Geschichte reinkam. So ganz gepackt hat mich die Geschichte auch erst nach 2/3 des Buches. Die Geschichte ist zwar ganz unterhaltsam zu lesen doch es wird an manchen Stellen schon sehr dick aufgetragen und manchmal wird's fast schon lächerlich.

Zu den Figuren:
Mit Anna wurde ich erst nach ca. 100 Seiten so richtig warm. Doch nachdem ich sie dann mochte, fand ich sie ganz unterhaltsam und musste auch mit ihr mitlachen, da sie oft ein totaler Tollpatsch ist.
Die Mutter von Anna ging ja meiner Meinung nach gar nicht. Sie versucht ja wirklich alles, nur um ihre Tochter irgendwie zu verkuppeln. Also die Mutter konnte ich bis zum Schluss nicht leiden. 

Sabine, Annas Schwester konnte ich auch nicht so gut leiden, da sie oft doch sehr arrogant rüberkam. Einzig am Ende zeigt sie eine andere Seite von sich. Wäre schön gewesen, wenn sie diese Seite öfters gezeigt hätte.
Max fand ich von Anfang an irgendwie super. Zuerst ist er zwar ein bisschen schräg und man denkt was für ein Frauenhelddoch ich fand ihn cool.
Matthilda, die Tocher einer Mitbewohnerin von Anna ist so der kleine Star dieses Buches. Denn sie hat mit Anna wirklich sehr sehr viele Szenen und ist zwar manchmal eine kleine Hexe aber dann auch wieder richtig süß. Das Einzige was mich an ihr etwas gestört hat war, dass sie meiner Meinung nach nicht wie eine 10-jährige wirkte sondern eher wie eine 14 - jährige.

Die Liebesgeschichte von Anna und Max habe ich mir ja doch etwas anders vorgestellt. Da Anna in diesem Roman ja mehrere Rollen hat, lernt auch Max mal die blonde, mal die rothaarige und mal die brünette Anna kennen. (Ohne dass er ahnt, dass hinter den drei Frauen genau eine steckt) Ich hätte mir ja ehrlich gesagt gewünscht, dass Max und die "wahre" Anna mehr Szenen zusammen gehabt hätten!  Das Ende ist zwar ganz schön, aber so richtig zufrieden bin ich dann trotzdem nicht ganz.


Fazit
"Ich bin dann mal ganz anders" ist sicherlich kein schlechtes Buch nur leider ist es jetzt nicht auch ein "Must Read"
Es gibt lustige Situationen und man muss auch manchmal wirklich lachen, aber die Geschichte ist oft dermaßen überdreht, das es fast schon anstrengend wird, das Buch zu lesen.
3 von 5 Sternchen

Kommentare:

  1. Huhu Colette,

    die Grundidee klingt gar nicht schlecht und den Gedanken dahinter finde ich richtig gut. Im anderen Sinne... verstellt sich nicht jeder Mensch immer mal wieder? Ganz besonders in anderen Situationen, vor unterschiedlichen Menschen. In dem Buch scheint es nur etwas extremer zu sein. An sich finde es richtig interessant, aber es ist wirklich Schade, dass es nicht ganz so gut umgesetzt worden ist. =/ Von deiner Begründung her, kann ich das aber total nachvollziehen (auch ohne das Buch jetzt gelesen zu haben). Sehr schöne Rezension! =)

    Ganz liebe Grüße
    Leni =)

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    1. Hey Leni,
      die Grundidee ist auch nicht schlecht. Nur leider gefiel mir die Umsetzung nicht.
      Liebe Grüße
      Colette

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