22.04.2020

[Rezension] Ein halbes Herz |Sofia Lundberg|


Titel: Ein halbes Herz
Originaltitel: Ett frågetecken är ett halvt hjärta
Autor: Sofia Lundberg
Seitenanzahl: 416
Genre: Roman
Verlag: Goldmann

Inhalt
Die gebürtige Schwedin Elin Boals lebt in New York und führt scheinbar das perfekte Leben. Sie ist verheiratet, Mutter einer Tochter, arbeitet als erfolgreiche Fotografin und trotzdem fehlt ihr etwas im Leben. Als sie eines Tages einen Brief von einem alten Kindheitsfreund erhält, reißt dieser alte Wunden und Erinnerungen aus der Vergangenheit wieder auf. Elin kehrt zurück nach Gotland, eine Insel vor der schwedischen Küste und stellt sich ihrer Vergangenheit und ihrem alten Leben, welches sie so gerne vergessen würde....
Meinung 
Dies ist mein erster Roman von Sofia Lundberg, die mit ihrem Debütroman; "Das rote Adressbuch" in Schweden einen Bestseller erlangte! Auch dieser Roman hier war in Schweden ein großer Erfolg und so war meine Neugierde geweckt. Leider konnte mich die Geschichte nicht sonderlich in ihren Bann ziehen. Ich finde,die Grundidee des Buches klang wirklich vielversprechend, leider scheiterte es aber an der Umsetzung.

In dem Buch geht es um die Suche nach der Wahrheit und das Abschließen mit der Vergangenheit. Mehr möchte ich dazu auch nicht schreiben,da ich niemandem den Lesespaß nehmen möchte. 

Ich kam relativ gut in die Geschichte rein - da auch der Schreibstil flüssig und einfach zu lesen war. Die Geschichte spielt abwechselnd in zwei verschiedenen Zeiten; einmal in der Gegenwart (Stand: 2017) und das andere mal in der Vergangenheit, den späten 1970er bzw. Anfang der 1980er Jahren.

Elin war mir zwar keine unsympathische Protagonistin,aber so wirklich anfreunden konnte ich mich mit ihr auch nicht. Sie war oft schon sehr unnahbar. Zudem ist ein totaler Workaholic, sie kümmert sich wenig bis gar nicht um ihre Familie und ja, sie lebt einfach nur für ihren Beruf. Da tat mir ja auch echt ihre Tochter leid!!

Über ihre Vergangenheit bewahrt Elin Stillschweigen - auch gegenüber ihrem Ehemann und ihrer Tochter. Sie entflieht immer in ihre Arbeit und will nicht an die Vergangenheit denken - bis sie schlussendlich dann nach Gotland zurückkehrt. Gotland als Setting war für mich hier ganz klar eines der Highlights in dieser Geschichte! Überhaupt fand ich die ganze Vergangenheit deutlich aufregender und spannender. Das große Geheimnis hat mich dann zwar nicht sonderlich überrascht, aber ich kann mit der großen Auflösung gut leben und wenn ich so darüber nachdenke,finde ich auch,dass es zu Elin und ihrer Geschichte passt.
Fazit
Mich konnte das Buch leider eher wenig begeistern! Ich will damit nicht sagen,dass dies ein schlechter Roman ist, nur mir fehlte hier einfach die ganzen Gefühle.
Ich habe der Geschichte trotzdem 3 von 5 Sternchen gegeben, weil ich doch besonders eben die Vergangenheit interessanter zu lesen fand, als die Story in der Gegenwart, in New York.

Ich danke Literaturtest für das Rezensionsexemplar!

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